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Lexikon

Abdeckhauben / Berechnungsbeispiel

Abmessung der Haubengröße am Beispiel einer Euro-Palette
800 x 1.200 mm mit einer Stapelhöhe von 1.500 mm bei Breite und Tiefe je 50 mm dazugeben = 850 x 1.250 mm
Haubenlänge = 50 % der Tiefe (von 800 mm) = 400 mm
+ Stapelhöhe des Packgutes selbst = 1.500 mm
+ Höhe der Euro-Palette = 150 mm
+ Schrumpfzuschlag (für alle Längen gleich) = 150 mm
Gesamthaubenlänge = 2.200 mm
Haubengröße = 1.250 + 850 x 2.200 mm

Acryl-Kleber (acrylic adhesive)

Polymerisierte Acrylestermonomere sind die chemische Basis der Acrylat-Kleber. In der Regel werden Kunstharze beigemischt. Diese Kleber können entweder in Lösungsmitteln oder in wässrigen Dispersionen gelöst sein. Die herausragenden Eigenschaften von Acryl-Klebern liegen in hoher Alterungs- und Temperaturbeständigkeit und weitest gehender Unempfindlichkeit gegen UV-Strahlung und Oxydation.

Adhäsion / Klebfestigkeit:

Notwendige Kraft, um eine Klebung unter Zug-, Druck-, Biege-, Schäl-, Spalt- oder Scherbeanspruchung zu trennen.

Alterung, natürliche

Veränderung physikalischer und/oder chemischer Eigenschaften eines Packstoffs unter den normalen Umgebungsbedingungen im Laufe der Zeit.

Alterungsbeständigkeit (aging resistance)

Alle Klebebänder altern, d.h. sie verändern ihre Eigenschaften in umso stärkerem Maße, je länger sie gelagert werden. Diese chemisch-physikalischen Veränderungen setzen nicht unbedingt die Brauchbarkeit des Klebebandes herab. Manche Kleber weisen erst nach Alterung höhere Kohäsionswerte auf. Innerhalb der ersten sechs Monate sollte jedoch bei Klebebändern keine messbare Veränderung der Eigenschaften auftreten. Sind nach 12 Monaten keine negativen Eigenschaften messbar, spricht man von einer guten Alterungsbeständigkeit. Die meisten unserer Klebebänder erfüllen auch nach mehrjähriger Lagerung noch voll den Einsatzzweck.

Anfangsklebkraft (initial adhesion, initial tack)

Manche Kleber, insbesondere solche auf Butyl- und Acrylbasis, erreichen erst Stunden oder Tage nach dem Verkleben ihre höchste Klebkraft. Da jedoch oft die Anfangsklebkraft sehr hoch sein muss, werden andere Kleber eingesetzt (Hotmelt, Lösungsmittelkleber, Naturkautschuk-, Kunstkautschuk-, Silikonkleber).

Arbeitssicherheit (beim Umreifen)

Bitte beachten Sie beim Umreifen Ihres Packgutes die folgenden Sicherheitsempfehlungen, um Verletzungen zu vermeiden: Arbeiten Sie nur mit Augen-, Gesichts- und Handschutz (schnittfeste Handschuhe). Greifen Sie nicht mit den Fingern in den Spannradbereich. Achten Sie darauf, dass Hände oder andere Körperteile während des Umreifens nicht zwischen Band und Packgut geraten. Beachten Sie, dass das Band beim Spannen reißen kann, so dass Sie nicht in der Flucht des Bandes stehen sollten. Halten Sie das Band am oberen Teil fest, bevor Sie es durchschneiden.

Bändchengewebe

Gewebe aus gestreckten Bändchen, die aus Kunststofffolien geschnitten oder gespleißt werden.

Bedampfen

Im Hochvakuum vorgenommenes Auftragen einer dünnen metallischen Schicht über die Gasphase auf einen Trägerstoff.

Beschichten

Aufbringen von Dispersionen, wässrigen Lösungen, Lackierungen, Schmelzen oder Sintermassen auf Packstoffe zur Erzeugung festhaftender Schichten größerer Dicke (siehe auch Bedampfen, Galvanisieren, Lackieren).

Beutel

Flexibles, vollflächiges, raumbildendes Packmittel, meist unter 2700 cm² Fläche (Breite x Länge plus ggf. Faltenbreite).

Big Bags

Siehe Containersäcke.

Blocken

Unerwünschtes Aneinanderhaften von Packstoffoberflächen unter oder nach Druckeinwirkung, aber auch unter Einwirkung von elektrostatischen Kräften mit klimatischen Einflüssen.

Blower-Door-Test

Die Messung eines Gebäudes auf Luftdichtheit. Als luftdicht gilt ein Gebäude, wenn die Luft unter Prüfbedingungen nicht mehr als drei Mal pro Stunde ausgetauscht wird. Luftdicht bedeutet also nicht das totale luftdichte Verschließen, sonder die Vermeidung ungewollter Leckagen in der Gebäudehülle.

B-Welle

Feinwelle bei Wellpappe, die Wellenhöhe beträgt 2,2 – 3,1 mm.

Chemisches Recycling

Gebrauchte Kunststoffe werden in „synthetisches Rohöl“ oder andere petrochemische Grundstoffe zurückgeführt. Aus diesen neuen Rohstoffen lassen sich wiederum neuwertige Kunststoffe herstellen (Rohstoff-Recycling).

Coextrudierte Folie

Folie, hergestellt durch gemeinsame Extrusion zweier oder mehrerer Kunststoffe, wobei die Verbindung der Schichten in der Düse erfolgt.

Containersäcke

Containersäcke (Big Bags, Gewebe-Containersäcke) eignen sich besonders zum Transport und zur Lagerung von z. B. Getreide, Futter, Granulat sowie für feinkörniges oder pulverförmiges Schüttgut. Atmungsaktive oder pulverförmige Lebensmittel können in lebensmittelgerechten Containersäcken transportiert und aufbewahrt werden. Staubdicht beschichtete Containersäcke sind für die Entsorgung von asbesthaltigen Materialien und stark staubenden anderen Materialien einsetzbar. Es gibt verschiedene Deckel- und Bodenformen.

Dehnfolie (Streckfolie, Stretchfolie)

Dünne Folie mit Haftneigung / Clingeffekt, die von Hand oder maschinell gedehnt, sich eng um Packgut / Packung / Packstück legen lässt.

Dehnung

Die auf die ursprüngliche Messlänge einer Materialprobe bezogene Längenänderung bei Einwirken einer Kraft. Unterschieden wird zwischen elastischer Dehnung, bleibender (plastischer) Dehnung und Gesamtdehnung. Siehe auch Reißdehnung.

Druckverschlussbeutel

Der Druckverschluss gewährleistet ein bequemes, mehrfaches Öffnen und Schließen des Beutels. Durch leichten Druck entlang der Druckverschlussleiste wird der Beutel sicher verschlossen.

Duplofolie

Verbundfolie aus zwei gleichartigen Folien.

Durchstoßprüfung

Die Prüfung dient zur Bestimmung des Widerstands, den eine eingespannte Probe dem Durchdringen eines Durchstoßkörpers bestimmter Form und Abmessungen entgegensetzt.

Duroplast

Kunststoff, der durch Aushärtung in einen vernetzten unlöslichen Zustand übergegangen ist und im Gegensatz zu Thermoplasten nicht mehr umgeformt werden kann.

Einreißwiderstand, Einreißstop

Widerstand gegen das Einreißen an einer unverletzten Kante eines Packstoffs.

Einwegverpackung

Die Einwegverpackung ist nur für einen einzigen Transport bestimmt. Das kann z. B. darin begründet liegen, dass eine Rückführung und erneute Verwendung nicht wirtschaftlich ist, die Verpackung weiteren Transporten nicht stand hält oder dass es sich bei dem Packgut um Unikate handelt, die eine ganz speziell zugeschnittene Verpackung erfordern (z. B. Holzkisten für Maschinen). Wird eine Einwegverpackung mehrfach benutzt, kann es im Schadenfall zu Problemen kommen, da es sich um mangelhafte Verpackung aufgrund von Mehrfachnutzung handelt.
Beispiele für Einwegverpackungen sind:

  • Einwegflaschen
  • Joghurtbecher
  • Konservendosen
  • Holzkisten
  • Wellpappschachteln
  • Einwegpaletten.

Elastomere

Formfeste, aber elastisch stark verformbare Kunststoffe.

Entsorgung von Umreifungsbändern

Kunststoffbänder aus PP und PET werden dem Recycling zugeführt. Bänder müssen nach Kunststoffarten getrennt werden, frei von Metallhülsen und nicht zu stark verschmutzt. Kunststoff-Umreifungsbänder aus verleimten Polyesterfäden oder aus Polyestergewebe können thermisch verwertet werden. Stahlband wird über den Altmetallhändler entsorgt.

Erweichungsbereich

Temperaturbereich, in dem thermoplastische Packstoffe in weichen, formbaren, d.h. plastischen Zustand übergehen.

E-Welle

Mikrowelle bei Wellpappe, die Wellenhöhe beträgt 1,0 – 1,9 mm.

Extruder

Maschine, die feste bis flüssige Formmasse aufnimmt und aus einer Öffnung vorwiegend kontinuierlich preßt. Dabei kann die Formmasse verdichtet, gemischt, plastifiziert, homogenisiert, chemisch umgewandelt, entgast oder begast werden.

Extrusionsfolie

Nach dem Extrusionsverfahren aus Thermoplasten hergestellte Folie. Man unterscheidet Extrusions-Flachfolie (aus Breitschlitzdüse) und Extrusions-, Blas- oder Schlauchfolie (aus Ringdüse).

Faltenschlauch

Packstoffschlauch, flachliegend, mit in beiden Längskanten eingelegter Seitenfalte.

Farbechtheit

Beständigkeit von Einfärbungen und Drucken gegen verschiedenartige genormte Einwirkungen physikalischer und/oder chemischer Art.

Flachfolie

Folie, durch Extrudieren (Breitschlitzdüse), Gießen oder Kalandrieren hergestellt bzw. auch durch Aufschneiden von Schlauchfolie in Längsrichtung erhältlich.

Flachkrepp (flat crepe paper)

Wird benötigt zum Abkleben bei Lackierarbeiten zum Bündeln, Kennzeichnen u.s.w. Flachkrepp besteht aus Papier, welches in der Regel einseitig auf der Oberfläche lackiert oder imprägniert ist. Die Dicke des Bandes beträgt in der Regel max. 0,2 mm. Flachkrepp läßt sich bis zu 15 % seiner ursprünglichen Länge bis zu seinem Zerreißpunkt ausdehnen.

Flachschlauch

Packstoffschlauch, flachliegend ohne Seitenfalten.

Flammschutzmittel

Sammelbezeichnung für anorganische oder organische Stoffe, die Packstoffe flammhemmend ausrüsten; sie sollen die Entflammung verhindern, die Entzündung behindern und die Verbrennung erschweren.

Folie

Flächiger, flexibler Packstoff aus Metall oder Kunststoff, Mindest- und Höchstdicke sind vom Werkstoff abhängig.
Folienschlauch:

  1. in Schlauchform extrudierte Folie (siehe auch Schlauchfolie)
  2. zu einem Schlauch verarbeitete Folienbahn eines flächigen Packstoffs, der nach Überlappung der Längsseite durch Schweißen, Siegeln oder Kleben entstanden ist.

F-Welle

Miniwelle bei Wellpappe, die Wellenhöhe beträgt 0,6 – 1,0 mm.

Gasdurchlässigkeit

Eigenschaft eines Packstoffs, Gase durchtreten zu lassen; sie beruht auf seiner Porosität und/oder auf der Löslichkeit der Gase im Packstoff oder Maß für den Durchtritt eines Gases durch den Packstoff unter festgelegten Bedingungen (z. B. Partialdruckdifferenz des Gases). Das durchgetretene Gasvolumen (oder -menge) je Flächen- und Zeiteinheit dient zur Beurteilung.

Gefahrgutverpackung

Versandpackung, die den verkehrsrechtlichen Vorschriften für die Beförderung gefährlicher Güter entspricht.

Gestreckte Folie (orientierte Folie)

Kunststofffolie, die in Längsrichtung (monoaxial) oder in Längs- und Querrichtung (biaxial) bei der Herstellung verstreckt wurde. Die Streckung ist erst bei Erwärmung in den thermoplastischen Bereich vollständig rückgängig zu machen.

GKV

Gesamtverband der kunststoffverarbeitenden Industrie.

GKV-Klausel (Prüf- und Bewertungsklausel)

Prüf- und Bewertungsklausel für Polyethylen-Folien und Erzeugnisse daraus, aufgestellt vom Fachverband Verpackung und Verpackungsfolien im GKV und hinterlegt bei der Bundesanstalt für Materialprüfung in Berlin.

Granulat

Kunststoffkörner, die durch Zerteilen einer plastifizierten Masse in Körner möglichst gleicher Form und Größe entstehen.

Handelsübliche, seemäßige und beanspruchungsgerechte Verpackung

Die Bezeichnung einer Verpackung als handelsübliche bzw. seemäßige Verpackung war lange Zeit weitverbreitet und ist es zum Teil immer noch. Da es sich hierbei jedoch um relativ „schwammige“ Begriffe handelt und eine genaue Definition einer solchen Verpackung nicht gegeben ist, sollte sie vermieden werden. Auch eine schlechte Verpackung kann handelsüblich sein.
Die handelsübliche Verpackung richtet sich nur nach bestimmten Gepflogenheiten, die im Land des Versenders üblich sind. Man muss hierbei die Anforderungen berücksichtigen, die während des Transportes an die Ware gestellt werden, wie Reiseroute, Dauer der Reise, Bestimmungsort, Lagerdauer, evtl. Nachreisen.
Mit der Bezeichnung seemäßige Verpackung soll zum Ausdruck gebracht werden, dass die Verpackung zusätzlich noch den Belastungen des Seetransportes und damit den höheren Beanspruchungen standhalten soll. Es wird dabei jedoch oft nicht beachtet, dass die größten Belastungen nicht während des Seetransports selber auftreten, sondern beim Umschlag der Waren (durch Stoßen, Schieben, Umstürzen etc.).
Die Bezeichnungen handelsübliche und seemäßige Verpackung führen in Problemfällen immer wieder zu Streitigkeiten, da sie nicht definiert sind. Es ist daher sinnvoll, in vertraglichen Abmachungen die Art der Verpackung genau zu definieren. Dies kann z. B. durch Angabe der folgenden Kriterien erfolgen:

  • Packstoff
  • Packmittel
  • Packhilfsmittel
  • Einzuhaltende Normen und Gesetze
  • Ausführungsart
  • Festigkeitsanforderungen
  • In den Versicherungsbedingungen wird mittlerweile von beanspruchungsgerechter Verpackung gesprochen, wodurch eine genauere Beschreibung der Verpackung erreicht wird und im Schadenfall eher beurteilt werden kann, ob eine Verpackung ausreichend oder mangelhaft war

HD-PE

Polyethylen hoher Dichte (high density), D > 0,930 g/cm³.

Heißschmelz-Kleber (hotmelt adhesive)

Diese Kleber bestehen aus trockenen, nicht klebenden Kunstharzen, die durch hohe Temperaturen von 130 °C bis 180 °C aufgeschmolzen werden und nach dem Erkalten einen hohen Grad von Klebrigkeit und Klebkraft behalten. Vorteile des Hotmelt-Klebers liegen in seiner sehr hohen Klebkraft bei Normaltemperaturen, seine Nachteile in Empfindlichkeit gegenüber Temperaturen über 40 °C und UV-Strahlung, mangelnder Resistenz gegen Weichmacher und geringer Alterungsbeständigkeit. Durch Beimischungen werden diese negativen Eigenschaften jedoch vermindert. Dadurch können zum Beispiel Hotmelt-Kleber weitgehend weichmacherbeständig werden.

Heißsiegel

Verbinden der thermoplastischen Beschichtung von Trägerstoffen unter Einwirkung von Wärme und Druck, wobei die Trägerstoffe selbst nicht plastisch werden.

Hochfrequenzschweißen

Verfahren zum Schweißen von Packstoffen. Es eignet sich nur für Thermoplaste mit hohen dielektrischen Verlusten. Der Kunststoff wird durch die Wirkung eines hochfrequenten Wechselfelds erwärmt und unter Druck geschweißt (siehe DIN 1910 Teil 1 bis Teil 5, Teil 10 bis Teil 12).

Hochkrepp (high stretch crepe paper)

Darunter versteht man ein Papierband, welches stark geleimt, in der Regel nicht lackiert, sich um mindestens 40 % seiner ursprünglichen Länge bis zu seinem Zerreißpunkt ausdehnen lässt.

Kalanderfolie

Im Walzverfahren auf Kalandern (beheizbare Walzenaggregate) hergestellte Folie.

Kaltsiegeln

Siehe Kontaktkleben.

Kaschieren

Verbinden zweier oder mehrerer, meist verschiedenartiger Packstoffe durch Kaschierklebstoff.

Kautschuk-Kleber (rubber-solvent adhesive)

Diese bestehen aus Naturkautschuk, welcher zermahlen und dann mit Lösungsmitteln wie Benzin vermischt wird. Dabei löst sich der Gummi auf und eine zähe Klebmasse entsteht. Hohe Klebkraft und sehr gute Scherfestigkeit zeichnen den Kleber aus. Nachteile: Durchschnittliche Temperatur- und Alterungsbeständigkeit sowie mangelnde Resistenz gegen UV-Strahlung und Empfindlichkeit gegen niedrige (unter 10 °C) als auch erhöhte (ab 50 °C) Temperaturen.

Klebeband

Kunststoff-, Papier- oder Textilband mit oder ohne Verstärkung, meistens einseitig mit einer Haftklebstoffschicht versehen.

Klebkraft (adhesion power)

Dieser Begriff ist identisch mit Adhäsion. Darunter versteht man die Kraft, die benötigt wird, um ein auf eine Oberfläche aufgeklebtes Klebeband wieder abzuziehen. Um vergleichbare Werte zu erzielen, wird bei Laborversuchen nach festen Normen geprüft: So wird ein 25 mm breites Klebeband auf eine polierte Stahlplatte geklebt und dann mit konstanter, festgelegter Geschwindigkeit im Winkel von 180° abgezogen und die dafür benötigte Kraft in KP oder N gemessen.

Klebrigkeit (tack)

In der Regel hat ein sich sehr „klebrig“ anfassendes Material keine innere Festigkeit, also keine Kohäsion. Honig ist hierfür das beste Beispiel. Trotzdem wird für rauhe, unebene und staubige Untergründe häufig ein sehr klebriges Material benötigt. Die Klebrigkeit wird durch den Kugeltest gemessen. (Siehe Kugeltest)

Klimatische Vorbehandlung (Klimatisieren)

Maßnahme, um Packstoffe, Packmittel und Packungen zwecks Verarbeitung oder Prüfung in Bezug auf Feuchtigkeit und Temperatur mit einer definierten Atmosphäre (Verarbeitungsraum, Klimaraum) ins Gleichgewicht zu bringen.

Kohäsion (cohesion)

Kraft, die benötigt wird, um die Kleberschicht zu spalten. Kleber mit niedriger Kohäsion hinterlassen beim Abziehen des Klebebandes Rückstände auf der vorher verklebten Oberfläche. Besonders unerwünscht bei Lackierabdeckbändern.

Kontaktkleben

Verbinden von Trägerstoffen, deren zu verbindende Flächen mit einem Klebstoff beschichtet worden sind und die nach Antrocknen des Klebstoffes unter Einwirkung von Druck Schicht auf Schicht haften.

Korrosionsschutzfolie

Beschichtete Folie, die durch Abgabe geeigneter Stoffe in der Dampfphase das Packgut vor Korrosion schützt.

Kugeltest (rolling ball tack test)

Zur Ermittlung der Klebrigkeit rollt eine Stahlkugel von einer schiefen Ebene auf die Kleberseite. Je kürzer der Weg ist, den die Kugel darauf zurücklegen kann, umso klebriger ist der Kleber. Der Kugeltest wird in cm gemessen. Der Test ist sehr umstritten, da keine genauen Daten erfasst werden können.

Kunststofffolie

Ein- oder mehrschichtige Kunststoffbahn auf homogener oder heterogener Rohstoffbasis mit kompakter oder kompakter und zelliger Struktur.

Lagerung (storage)

Bei der Lagerung von Klebebändern ist zu beachten, dass die Bänder dunkel und bei einer Temperatur von ca. 18 °C gelagert werden. Die meisten Klebebänder besitzen eine gute Alterungsbeständigkeit, sodass der Zeitfaktor eine geringere Rolle spielt.

LD-PE

Polyethylen niederer Dichte (low density), D < 0,930 g/cm³.

Luftdurchlässigkeit

Siehe Gasdurchlässigkeit.

Luftpolsterfolie

Zwei verbundene Kunststofffolien, zwischen denen Luftblasen diagonal versetzt eingeschlossen sind. Sie schützen vor Bruch, Staub, Feuchtigkeit, Kälte und Kratzern. Für den Versand von elektronischen Teilen wird antistatische Luftpolsterfolie (meist rosa eingefärbt) empfohlen.

Mehrwegverpackung

Die Mehrwegverpackung ist im Gegensatz zur Einwegverpackung für mehrere Umläufe vorgesehen, wodurch die Anzahl an Verpackungen und damit auch die Menge des Verpackungsmülls gesenkt wird. Mehrwegverpackungen müssen im Gegensatz zu Einwegverpackungen stabiler konstruiert werden, da sie höher beansprucht werden.
Eine weitere Forderung an Mehrwegverpackungssysteme ist die problemlose und kostengünstige Rückführung, d.h., diese Verpackungen müssen so konstruiert sein, dass sie zusammenfaltbar oder zerlegbar sind.
Beispiele für Mehrwegverpackungen sind:

  • Getränkekisten
  • Mehrwegflaschen
  • Joghurtgläser
  • Mehrwegkisten aus Holz mit Klippverschlüssen
  • zusammenlegbare Wellpappe/Holz-Verbundkonstruktionen

Memory-Effekt

Umreifungsbänder aus Kunststoff, die längere Zeit auf einer Spule gewickelt sind, behalten einen Teil der Formanpassung auch nach dem Verarbeiten der Bänder bei (Memory). Dadurch kann es im Bandeinschubbereich von Umreifungsanlagen zu Störungen kommen.

Metallisieren

Oberflächenbehandlung eines Trägerstoffs zur Erzielung einer metallischen Auflage (bedampfen).

Monofolie

Folie, die aus einer homogenen Schicht besteht.

Müllsack

Sack aus Papier oder undurchsichtigem Kunststoff zur Aufnahme von Abfall mit einem Volumen von maximal 110 Litern (siehe auch DIN 55465).

Oberflächenbehandlung

Beflammen, Beflocken, Beizen, Eloxieren, Hobeln, Lackieren, Polieren, Sandstrahlen, Schleifen u.Ä. zum Verbessern des optischen Aussehens und zum Erhöhen des Schutzes gegen z. B. physikalische Einflüsse.

Opak

Lichtundurchlässig.

Opazität

Maß für die Verminderung der Lichtdurchlässigkeit.

Oxidationsschutzmittel

Mittel, das in einer Packung zusammen mit dem Packgut verpackt ist, um dieses gegen Oxidation zu schützen.

Packhilfsmittel

Packhilfsmittel sind Materialien, die die Festigkeit der Packmittel erhöhen oder erst möglich machen, wie Nägel, Klebebänder, Klammern und Umreifungen, die den Zusammenhalt von Kisten und Schachteln gewährleisten.Ebenfalls zu den Packhilfsmitteln gehören Label, wie Etiketten auf Getränkeflaschen, die Banderolen auf Dosen und Verschlüsse von Flaschen und Gläsern, Kennzeichnungsmittel (z. B. Warnzettel), Trockenmittel, Sicherungsmittel (z. B. Plomben, Siegel) oder Polstermittel (Eckpolster, Luftkissen usw.).

Packmittel

Packmittel ist die Bezeichnung für das Behältnis, in dem das Packgut (die Ware) verpackt wird. Es werden z. B. folgende Packmittel unterschieden: Schachtel, Kiste, Verschlag, Sack, Dose, Tonne, Glas, Flasche, Kanister, Beutel, Schrumpfhaube etc.

Packstoffe

Als Packstoffe werden die Materialien bezeichnet, aus denen die Verpackung besteht. Beispiele hierfür sind: Papier, Karton, Vollpappe, Wellpappe, Holz, Blech, Kunststoff, Glas etc. Diese Bezeichnungen stellen jedoch nur Oberbegriffe dar. Um eine genaue Definition des Packstoffes zu erhalten, muss noch die genaue Ausführung angegeben werden:

  • Holzverpackungen können z. B. aus Holzarten, wie Fichte, Tanne, Kiefer, Rotbuche oder Pappel, bestehen.
  • Kunststoffverpackungen werden aus Polyethylen (PE), Polypropylen (PP), Polyurethan (PU), Polystyrol (PS), Polyamiden (PA) etc. hergestellt.
  • Bei Wellpappen werden u. a. die Anzahl der Wellen, die Wellengröße, die Materialdicke und die Flächengewichte angegeben.
  • Papier wird je nach Eigenschaft in verschiedene Sorten unterschieden, wie Packpapier, nassfestes Papier, Krepppapier, beschichtete Papiere mit Sperrschichtmaterial oder behandelte Papiere, z. B. mit VCI (Volatile Corrosion Inhibitor).

Packstück (Paket)

Ergebnis der Vereinigung von Packgut und Verpackung, besonders für den Transport geeignet.

PE (polyethylene)

Abkürzung für Polyäthylen. Einige Trägerfolien bestehen aus Polyäthylen. PE-Kunststofffolien sind weich und extrem dehnfähig, besitzen eine hohe Dichtigkeit, jedoch nur geringe Reißfestigkeit. Polyäthylen ist sehr empfindlich gegen UV-Strahlung. Dem Tageslicht ausgesetzt verrottet Polyäthylen von selbst ohne Rückstände zu hinterlassen. Deshalb wird das Material als umweltfreundlich eingestuft. PE-Folien sind jedoch resistent gegen Lösungsmittel. Im Klebebandbereich sind sie für die Herstellung schwachhaftender Schutzfolien, für die unterirdische Rohrisolierung sowie den Siebdruckbereich wichtig.

  • Polyethylen hoher Dichte (PE-HD): Polyethylen mit einer Dichte > 0.930 g / cm³.
  • Polyethylen niederer Dichte (PE-LD): Polyethylen mit einer Dichte < 0.930 g / cm³.

Plastifizieren

Überführen einer Formmasse in einen hinreichend fließfähigen Zustand.

Polyamid (PA)

Thermoplastisches Polykondensationsprodukt, verarbeitbar zu Folien und Packmitteln.

Polyester

Hochmolekulares Veresterungsprodukt von mehrwertigen Alkoholen mit mehrbasischen Säuren. Thermoplastische Polyester werden zu Folien und Packmitteln, härtbare Polyester zu starren Packmitteln verarbeitet.

Polyethylenterephthalat (PET)

Durch Kondensation von Dimethylteraphthalat (DMT) oder Terephthalatsäure mit Ethylenglykol hergestellter linearer Polyester.

Polyolefine

Polymerisate olefinischer Monomere (Ethylen, Propylen usw.). Zu dieser Gruppe zählen z. B. die Kunststoffe Polyethylen und Polypropylen.

Polypropylen (PP)

Thermoplastisches Polymerisationsprodukt des Propylens, verarbeitbar zu Folien, Packmitteln und Beschichtungen.

Polyurethan (PUR)

Duroplastische, thermoplastische oder elastomere Vernetzungsprodukte von Isocyanatgruppen; verarbeitbar zu Schaumstoffen und Beschichtungen.

PU (polyurethane)

PU ist die Abkürzung für Polyurethan-Kunststoff. Als Trägermaterial in Form von PU-Schaum spielt dieser Kunststoff eine große Rolle. Außerdem werden auch PU-Filme sowie Folien von extremer Dehn- und Reißfähigkeit hergestellt. PU-Schaum dient als Träger für Spiegelklebeband.

Polystyrol (PS)

Thermoplastisches Polymerisationsprodukt des Styrols (auch Copolymer, verarbeitbar zu Folien, Packmitteln und Schaumstoffen.

Polyvinylchlorid (PVC)

Thermoplastisches Polymerisationsprodukt des Vinylchlorids, auch aus Copolymeren oder Mischpolymerisaten, verarbeitbar zu Folien, Packmitteln und Beschichtungen (siehe PVC-weich, PVC-hart).

Polyvinylchlorid-hart (PVC-hart, PVC-U)

Weichmacherfreies Polyvinylchlorid.

Polyvinylchlorid-weich (PVC-weich, PVC-P)

Weichmacherhaltiges Polyvinylchlorid.

PP-Film (OPP-Film)

Aus Polypropylenfilmen werden in sehr großem Umfang Verpackungsbänder hergestellt. PP-Filme sind beständig gegen Laugen, Säuren und Lösungsmittel. Sie sind reißfest und einreißfest, dazu außergewöhnlich preiswert. Da PP-Filme sehr empfindlich gegen UV-Strahlung reagieren, verrotten diese Filme im Freien ohne Spuren zu hinterlassen. Aus diesem Grunde gelten PP-Folienbänder als sehr umweltfreundlich. Aluminisierte PP-Folienbänder werden zur Verklebung von Dämmmaterialien eingesetzt.

PVC-Folie (vinyl foils)

Vielfach dienen PVC-Folien als Träger für Klebebänder. Im Verpackungsbereich handelt es sich dabei um Hart-PVC-Folien, im Isolierbereich Weich-PVC-Folien, Hart-PVC-Folien sind sehr reißfest und gut bedruckbar. Grundsätzlich besitzen PVC-Folien eine gute UV-Stabilität. Klebebänder mit Trägern aus PVC-Folien werden darum häufig im Außenbereich eingesetzt.

Rapport

Einheit des Druckbilds, das sich regelmäßig wiederholt.

Rapportdruck

Druck, bei dem die Rapportlänge der Größe der Verpackung entspricht, so dass das Druckbild auf jeder Verpackung an gleicher Stelle erscheint.

Recycling

Wiederverwertung von Erzeugnissen durch stoffliches, chemisches oder thermisches Recycling.

Reibschweiß-Verschluss

Methode zum Verschließen von Kunststoffbändern. Dabei werden die Bandflächen mit einer Frequenz von 200 bis 300 Hertz so lange gegeneinandergerieben, bis die erforderliche Temperatur zum Verschweißen der Bandenden erreicht ist. Vorteil dieser Methode: Es sind keine Bandklemmen oder Metallplomben erforderlich.

Reißdehnung

Längenänderung der Probe bei der Zugprüfung an Kunststoffen beim Eintreten der Reißkraft.

Reißfestigkeit (tensile strength)

In der Regel wird die Reißfestigkeit mit einer Zugprüfmaschine ermittelt. Dabei werden beide Enden eines 25 mm breiten Klebebandes fest eingespannt, wonach eines der Enden dem anderen Ende entgegengesetzt langsam mit einer genormten Geschwindigkeit gezogen wird, bis das Klebeband reißt. Die dafür aufgewande Kraft wird in Newton (N) angegeben. Der Kleber spielt bei dieser Prüfung keine Rolle. Große Schwankungen treten jedoch häufig auf, da die fabrikationsbedingten Ungleichmäßigkeiten der Träger eine entscheidende Rolle spielen. Aus diesem Grunde wird in der Regel ein Mittelwert von mindestens 20 Messungen als Reißfestigkeitswert angegeben.

Restspannung

Diese Materialeigenschaft ist ein wichtiger Faktor, um Transportsicherheit auch bei schrumpfendem Packgut zu gewährleisten. Umreifungsband aus Polypropylen (PP) z. B. hält auch ein geschrumpftes Packgut noch fest zusammen. Bänder aus verleimten Polyesterfäden schrumpfen unter Hitzeeinwirkung. Dadurch eignen sie sich zum Beispiel gut zur Fixierung von Holz, das getrocknet wird und dabei an Volumen verliert. Stahlband hingegen besitzt diese Eigenschaft der Rückdehnung nicht. Bei Ladungen, die mit Stahlband gesichert werden, sollte die Spannung der Umreifung also regelmäßig überprüft werden.

Rückstellvermögen

Eigenschaft von Packstoffen, nach Einwirkung von Formänderungskräften mehr oder weniger in ihre Ausgangslage zurückzukehren.

Säbel

Seitliche Krümmung eines Umreifungsbandes. Ein zu großer Säbel kann im Einschubbereich des Bandes von automatischen Umreifungsanlagen Störungen verursachen.

Schaumstofffolie

Folie aus Kunststoff mit homogener innerer Zellenstruktur und geschlossener Oberfläche (siehe auch DIN 7726 Teil 1).

Schlauchfolie (Blasfolie)

Thermoplastische Folie, die in Schlauchform extrudiert und zur Erzielung eines bestimmten Innendurchmessers und einer bestimmten Wanddicke im noch plastischen (teilweise elastischen) Zustand aufgeblasen wird.

Schneckenextruder

Extruder, bei dem eine oder mehrere sich in einem Zylinder drehende Schnecke/n Formmasse vorwiegend kontinuierlich aus einer Öffnung pressen.

Schrumpffolie

Bei der Produktion gereckte thermoplastische Folie, die durch Wärme schrumpft.

Schrumpfverpackung

Beim Schrumpfen wird das Packgut von einer Schrumpffolie (Flach- oder Schlauchfolie) umschlossen, an noch offenen Stellen verschweißt und von der Folienbahn getrennt oder mit einer Schrumpfhaube abgedeckt. In Abhängigkeit von Form und Gewicht des Packgutes sind als Packstoff PE- oder Weich-PVC-Folien mit einer Dicke von 0,01 bis 0,2 mm einzusetzen, wobei PE-Folien besonders für schweres Packgut geeignet sind. Im Schrumpfofen oder mit besonderem Handgerät wird die Folie von außen erwärmt. Dabei wird die in der Folie vorhandene „eingefrorene“ Spannung freigesetzt. Schrumpffolien werden sowohl monoaxial (in einer Richtung) als auch biaxial (in zwei Richtungen) verstreckt hergestellt. Während des Abkühlvorganges schmiegt sich die Folie dann mit sehr geringem Flächendruck an das Packgut an. Soll die Schrumpfverpackung u. a. als Transportsicherung dienen, ist die VDI-Richtlinie 3968 Blatt 4 zu berücksichtigen. Hinsichtlich der Druckfestigkeit der Packgüter sowie variierender Ladungsfläche, ‑höhe und ‑gewicht gibt es keine Einschränkungen. Scharfkantige Packgüter sollten mit entsprechend dicker Folie oder Kantenschutz geschrumpft werden. Beim Schrumpfen von Palettenladungen sollte die Folie so eingesetzt werden, dass sie über den unteren Rand des Palettendecks reicht; nur so kann die Ladung nicht verrutschen und als funktionelle Ladeeinheit bezeichnet werden. Ist die Grundfläche des Packgutes kleiner als die Palettenfläche, ist sicherzustellen, dass das Packgut fest mit der Palette verbunden ist, bevor es geschrumpft wird. Staub- und Feuchtigkeitsschutz ist bei Innenlagerung gegeben. Besonders hygroskopische Waren erfordern eine Unterfolie auf der Palette oder andere Schutzmaßnahmen. Schrumpfverpackungen bieten psychologischen Diebstahlschutz.

Schweißen

  1. Verbinden von Thermoplasten unter Einwirkung von Wärme mit oder ohne Druck.
  2. Unlösbares Verbinden von Metallen in plastischem oder flüssigem Zustand der Schweißzone unter Anwendung von Wärme mit oder ohne Druck und mit oder ohne Anwendung von Schweißzusatzstoffen.

Schweißnahtfestigkeit

Widerstand der Schweißnaht gegen Auftrennen; kann aufgrund von Zugprüfungen beurteilt werden (statische und dynamische Prüfverfahren).

Schwergutverpackung

Versandverpackung für spezifisch und absolut schwere Packgüter.

Sichtprüfen

  • Wahrnehmen, ob die Qualitätsmerkmale (QM) vorhanden sind,
  • Vergleichen, ob Übereinstimmung mit einem Normalmuster besteht,
  • Schätzen, ob ungefähre Wertigkeit der QM vorliegt,
  • Zählen, ob die genaue Anzahl der QM stimmt,
  • Messen, ob die genaue Wertigkeit der QM vorliegt.

Siebdruck

Druckverfahren, bei dem die druckenden Stellen der Druckform (Schablone) durchlässig und die nicht druckenden Stellen undurchlässig sind. Es wird mit einer verhältnismäßig dicken Druckfarbe gedruckt, die mithilfe einer Rakel durch die Schablone auf dem Druckträger aufgebracht wird.

Siegeln

Siehe Heißsiegeln.

Spannungsverlust

Um die Transportsicherheit eines umreiften Packgutes zu gewährleisten, ist es wichtig, die Bandspannung zu erhalten. Kunststoffbänder verlieren z. B. schon nach kurzer Zeit an Bandspannung. Dabei ist der Spannungsverlust bei Umreifungsbändern aus Polypropylen (PP) deutlich größer als bei PET-Bändern.

Sperrschichtmaterial

Packstoff mit definierter, geringer Durchlässigkeit für Flüssigkeiten, Wasserdampf oder bestimmte Gase.

Spleißen

Man spricht von Spleißen, wenn ein Umreifungsband aus Kunststoff in der Längsrichtung ausfasert. Dies kann bei mechanischer Beanspruchung wie z. B. Schneiden des Bandes unter Spannung geschehen.

Streckpackung (Stretchpackung)

Packung, die durch Umhüllen des Packgutes mit einer Dehnfolie entstanden ist, die dabei gedehnt (oder gestreckt) wurde.

Streichen

Auftragen einer streichbaren Masse auf einen Trägerstoff, um besondere Eigenschaften zu erzielen, z. B. Bedruckbarkeit, Dichtheit, Siegelbarkeit, Oberflächenschutz.

Stretchfolie (Streckfolie)

Elastische, dehn-, stretch- bzw. streckfähige Folie zum Umhüllen von Packgut.

Stretch-Verpackung

Beim Strecken (Stretchen) werden eine oder mehrere Flachfolien mechanisch unter Spannung gebracht und wendelförmig um das Packgut gewickelt. In Abhängigkeit von Form und Gewicht des Packgutes sind als Packstoff  PE- oder Weich-PVC-Folien mit einer Dicke von 0,007 bis 0,05 mm einzusetzen, wobei die Streckverpackung jedoch nur bei geringen Gewichten und festen Verbunden angewendet werden sollte. Das Folienende wird versiegelt oder angestrichen. Die Ladeeinheit wird durch die Spannung zusammengehalten. Soll die Streckverpackung u. a. als Transportsicherung dienen, ist die VDI-Richtlinie 3968 Blatt 5 zu berücksichtigen. Die Vorspannung beim Stretchen darf die Druckfestigkeit des Packgutes nicht überschreiten. Mit niedriger Vorspannung reduziert sich jedoch eine Transportsicherung. Die Transportsicherung wird durch Über- oder Unterstapelung der Palettengrundfläche ebenfalls vermindert. Für unterschiedliche Ladungsflächen, -höhe und -gewicht gibt es keine Einschränkungen. Scharfkantige Packgüter sollten nur mit Kantenschutz gestretcht werden, da sich bereits beim Stretchvorgang Risse bilden können. Beim Strecken von Palettenladungen sollte die Folie so eingesetzt werden, dass sie über den unteren Rand des Palettendecks reicht; nur so kann die Ladung nicht verrutschen und als funktionelle Ladeeinheit bezeichnet werden. Staub- und Feuchtigkeitsschutz bei der Innenlagerung kann nur mit zusätzlichem Ladungsdeckblatt erreicht werden. Besonders hygroskopische Waren erfordern ebenfalls ein Ladungsdeckblatt sowie eine Unterfolie auf der Palette oder andere Schutzmaßnahmen. Streckverpackungen bieten psychologischen Diebstahlschutz.

Streudruck (Fortlaufdruck)

Druck, bei dem die Rapportlänge nicht mit der Größe der Verpackung übereinstimmt, der Abstand der Vielfachdruckbilder auf dem Druckträger aber so gewählt ist, dass auf jeder Verpackung mindestens ein vollständiges Bild erscheint.

Tack

Anfangsklebrigkeit, gemessen unter sehr geringem Druck und kurzer Kontaktzeit.

Tapen

Laschenverbindung bei Wellpappkisten mithilfe von Klebeband.

Teleskopieren (telescoping)

Von Teleskopieren spricht man, wenn sich ein Klebeband, hervorgerufen durch starken inneren Druck, seitlich trichterförmig, teleskopartig herausschiebt. Das Band schiebt deshalb seitlich heraus, da es durch die oben liegenden Klebebandschichten nicht nach oben und durch den festen Kern nicht nach unten ausweichen kann. Diese Deformation, welche die Klebeeigenschaften nicht beeinflusst, entsteht durch zu stramme Wicklung während der Herstellung des Klebebandes oder durch späteres Aufquellen, wenn das Klebeband ungeschützt hoher Luftfeuchtigkeit ausgesetzt ist.

Temperaturbereich (operating temperature)

Bei steigenden Temperaturen steigt die Klebrigkeit und sinkt die Klebkraft von Klebebändern (ausgenommen wärmehärtender Kleber). Bei fallenden Temperaturen geht zwar die Klebrigkeit zurück, die Klebkraft steigt jedoch nur im Bereich mittlerer Temperaturen von ca. 18 °C bis 25 °C. Wenn Klebebänder kalt gelagert werden, müssen sie zu ihrer Verarbeitung wieder auf Raumtemperaturen von circa 20 °C gebracht werden.

Temperaturbeständigkeit

Eigenschaft eines Packstoffes oder Packmittels, bei verschiedenen Temperaturen oder einer bestimmten Temperatur für gewisse Anforderungen geeignet zu bleiben.

Thermoplast

In bestimmtem Temperaturbereich plastisch formbarer, unterhalb des Bereiches wieder formstabiler Kunststoff.

Tiefdruck

Druckverfahren, bei dem die druckenden Stellen der meist zylindrischen Druckform durch Ätzung oder Gravur gebildete Vertiefungen (Näpfchen) sind. Nach dem Einfärben wird die Druckfarbe von den nicht druckenden Stellen durch eine Rakel (Rakeltiefdruck) oder eine Wischvorrichtung entfernt (siehe auch DIN 16 515 Teil 1).

Tiefziehfolie

Folie, die sich zum Formen von Packmitteln und Packhilfsmitteln eignet:

  • metallische Folie zur Kaltformung,
  • (inkorrekt auch) thermoplastische Folie zur Warmformung.

Träger (carrier, backing)

Unter Träger versteht man das Material, auf dem der Kleber aufgetragen wird. Das sind in der Regel Folien, Gewebe oder Papier.

Transparenz

Maß für Lichtdurchlässigkeit.

Transportverpackung

Gemäß § 3 Abs. 1 Satz 4 der Verpackungsverordnung sind Transportverpackungen Verpackungen, die den Transport von Waren erleichtert, die Waren auf dem Transport vor Schäden bewahren oder die aus Gründen der Sicherheit des Transports verwendet werden und beim Vertreiber anfallen.

Trennschichtmaterial

Flächiger Werkstoff mit einer ein- oder beidseitig aufgetragenen Beschichtung (z. B. Silikon), der sich von haftenden Substanzen rückstandsfrei leicht ablösen lässt.

Trennschweißen

Verfahren zum Schweißen von thermoplastischen Folien. Diese werden durch beheizte Vorrichtungen (z. B. Glühdraht, Heizleisten, Trennmesser) abgetrennt. Gleichzeitig werden die Schnittkanten der Trennstelle zu einer Naht verschmolzen.

Ultraschallschweißen

Verfahren, bei dem die aufeinander gepressten Verbindungsflächen von Packmittelteilen ohne Schweißzusatzwerkstoffe durch mechanische Schwingungen im Ultraschallbereich verschweißt werden.

Umreifen

Methode zur Ladungssicherung von Packstücken oder Paletten. Dabei werden diese mit einem vertikal und/oder horizontal verlaufenden Kunststoff- oder Stahlband fixiert.

Umreifungsband

Verschließhilfsmittel aus bandförmigem Werkstoff, z. B. aus Stahl, Kunststoff, verstärktem Papier.

Umreifungs-Halbautomat

Der Anwender legt das Umreifungsband um das Packgut. Alles weitere – Spannen, Verschweißen und Abschneiden – erfolgt automatisch.

Umreifungs-Vollautomat

Das Packgut wird in den Umreifungsbereich der Maschine gebracht. Alle weiteren Schritte – Anlegen des Bandes, Spannen, Verschweißen und Abschneiden – erfolgen vollautomatisch. Ausgelöst wird der Umreifungsvorgang durch Handschalter, Fußtaste, Tischkontakt oder Fotozelle.

Umverpackung

Zur Umverpackung gehören gemäß dem § 3 Absatz 1 Satz 3 der Verpackungsverordnung: Verpackungen, die als zusätzliche Verpackungen zu Verkaufsverpackungen verwendet werden und nicht aus Gründen der Hygiene, der Haltbarkeit oder des Schutzes der Ware vor Beschädigung oder Verschmutzung für die Abgabe an den Endverbraucher erforderlich sind.

UV-Durchlässigkeit

Eigenschaft eines Packstoffs oder Packmittels, ultraviolette Strahlen durchzulassen.

UV-Strahlung (ultra-violet rays)

UV-Strahlen sind im Tageslicht, insbesondere im Sonnenlicht enthalten. Sie setzen in Kautschuk- und Heißschmelzklebern eine chemische Reaktion in Gang, die die molekulare Struktur in kürzester Zeit, im Extremfall sogar in Minuten zerstören kann. Klebebänder mit diesen Klebern müssen immer dunkel gelagert werden. Direkte Sonneneinstrahlung oder Außenbewitterung ist unbedingt zu vermeiden. Weitgehende Beständigkeit gegen UV-Strahlung weisen Acryl- und Butyl-Klebebänder auf.

Vakuumbedampfen

Siehe Bedampfen, Metallisieren.

VCI

Volatile Corrosion Inhibitor, siehe Korrosionsschutzfolie.

Verbundfolie

Flächiger Packstoff, bei dem mindestens zwei Folien durch Beschichten, Kaschieren oder Koextrudieren verbunden sind.

Verkaufsverpackung

Die Verkaufsverpackung wird in § 3 Absatz 1 Satz 2 der Verpackungsverordnung wie folgt beschrieben: Verpackungen, die als eine Verkaufseinheit angeboten werden und beim Endverbraucher anfallen. Verkaufsverpackungen im Sinne der Verordnung sind auch Verpackungen des Handels, der Gastronomie und anderer Dienstleister, die die Übergabe von Waren an den Endverbraucher ermöglichen oder unterstützen (Serviceverpackungen) sowie Einweggeschirr.

Versandverpackung

Verpackung, deren Ausführung von den Versandanforderungen bestimmt ist und die im Allgemeinen als äußere Verpackung für das Packgut oder der Zusammenfassung einer Anzahl von Einzelpackungen, Grundpackungen und/oder Sammelpackungen dient.

Wasserbeständigkeit

Widerstandsfähigkeit eines Packstoffs oder einer Verpackung gegen Einwirkung von Wasser.

Wasserdampfdurchlässigkeit

  1. Eigenschaft eines Packstoffs, Wasserdampf diffundieren zu lassen.
  2. Wasserdampfmenge, die während einer festgelegten Zeit bei einem festgelegten Luftfeuchtegefälle und einer bestimmten Temperatur durch die Flächeneinheit des zu prüfenden Erzeugnisses diffundiert.

Wasserdurchlässigkeit

  1. Eigenschaften eines Packstoffs, Wasser in flüssiger Form unter definierten Bedingungen durchtreten zu lassen.
  2. Maß für den Durchtritt von Wasser durch den Packstoff unter festgelegten Bedingungen.

Zugfestigkeit

Bei der Zugprüfung an Papier und Pappe Quotient aus der bei der Zugprüfung ermittelten Höchstkraft und der ursprünglichen Querschnittsfläche der Probe, für Kunststoff die Zugspannung bei Höchstkraft. Die Zugfestigkeit eines Umreifungsbandes wird in Newton (N) pro mm² berechnet. Sie gibt die Kraft an, die ein Quadratmillimeter Band, ohne zu reißen, aushält. Bei geprägtem Kunststoffband kann sich das Oberflächenprofil sehr unterschiedlich auf die Zugwirkung auswirken.